Korruption bei der Schweizer Armee: 60-Millionen-Betrug bei RUAG aufgedeckt
Eine externe Untersuchung dokumentiert schwere Missstände beim bundeseigenen Rüstungskonzern RUAG: Ersatzteile wurden weit unter Marktwert verkauft, 17 Leopard-2-Geschützrohre kostenlos abgegeben und Armeebestände für Drittgeschäfte verwendet. Zudem gelangten vertrauliche Konstruktionszeichnungen nach aussen. Nun muss Verteidigungsminister Martin Pfister klären, weshalb die Kontrollen jahrelang versagten. Ein Untersuchungsbericht deckt bei der bundeseigenen RUAG jahrelange Misswirtschaft, Millionenverluste durch manipulierte Panzerdeals, verschenkte Leopard-2-Geschützrohre, Exportkontroll-Umgehungen und gefälschte Dokumente auf. Die Affäre um den Schweizer Rüstungskonzern RUAG reicht weiter zurück und ist umfangreicher als bisher bekannt. Eine am Freitag veröffentlichte Untersuchung der Anwaltskanzlei Niederer Kraft Frey dokumentiert Unregelmässigkeiten und Rechtsverstösse, die teilweise bis ins Jahr 2002 zurückreichen. Im Zentrum stehen Geschäfte mit Leopard-Panzern, Millionenverluste...