Wo ist eigentlich dieser Isaan? (Ein Kurzabriss)
Der Isaan wird in Thailand durch ein "Hochplateau" im Nordosten des Landes gebildet.
![]() |
| Region Isaan |
Der wichtigste Flughafen ist Udon Thani (UTH, ca 60 Flugminuten von Bangkok, BKK). Obwohl er sich "international Airport" nennt, gibt es nur wenige Flüge direkt ins Ausland. Die meisten Flüge verbinden Udon Thani mit Bangkok.
Udon, wie man die Stadt hier kurz nennt, hat etwa 130'000 Einwohner und bietet so ziemlich alles was man braucht. Udon Thani ist auch der Name einer ganzen Provinz, ist also Provinz-Hauptstadt. Der Isaan umfasst meines Wissens 19 Provinzen (Provinzen = Länder, Kantone), siehe Bild unten.
![]() |
| Provinzen Thailands |
Die Bevölkerung besteht meist aus Nachkommen früher ausgewanderter Laoten. Darum ist auch der Dialekt im Isaan mit der laotischen Sprache sehr eng verwandt.
Klimatisch liegt der Isaan nahe den Ausläufern des Himalaya-Gebirges.
In Thailand gibt es nur zwei oder meinetwegen drei Jahreszeiten. Den Sommer und den Winter, oder eben die Regenzeit, die kalte und die warme Trockenzeit.
Im Winter wird es mit Winden aus Nord und Nordost erst trocken und kühl, später extrem trocken und sehr heiss. Man erlebt hier im Winter einerseits nachts Minimaltemperaturen nahe dem Gefrierpunkt (Januar,Februar) und später Maximaltemperaturen von um und über 40 Grad.
Im Sommer wirkt der Monsun, ein Wind aus südwestlicher Richtung und es regnet (nicht immer, aber) häufig. Vergleichbar mit dem Wetter in Europa, bloss sind die einzelnen Niederschläge meist wesentlich heftiger. Pro Jahr, bzw. in den 6 Sommermonaten, fällt etwa 2'000 mm Niederschlag. Vergleich zu Bern, 1'100 mm in 12 Monaten.
Der Isaan ist mit ü. 22 Mio. das bevölkerungssstärkste Gebiet Thailands (~70 Mio.). Rund ⅓ der Thailänder kommt aus dem Isaan. Leider ist er aber auch das Armenhaus Thailands. Landwirtschaft ist vorherrschend. 6 Monate relativ niederschlagsreich und fruchtbar, aber auch 6 Monate Trockenzeit, mit kaum einem Tropfen Regen!
Im Sommer fliesst das viele Wasser wegen der geringen Gefällsverhältnisse nur langsam ab. Überschwemmungen sind örtlich an der Tagesordnung. Der Monsun, der den Regen und das viele Wasser auf die Feldern bringt, führt zu einer hohen Luftfeuchtigkeit, bei Temperaturen von 30 bis 35 Grad.
Im Winter wird es erst kühl und später (ab März/ April) sehr heiss und wirklich sehr, sehr trocken. Der Wind kommt dann aus Nord, oder Nordost und enthält kaum Feuchtigkeit. Man muss mit Teichen und Seen vorsorgen!
Der Boden ist nicht speziell fruchtbar, da durch das Wasser viele Nährstoffe weggespült werden, und zudem oft aus früheren Zeiten, da das noch Meeresgrund war, salzhaltig. Grundsätzlich sehr lehmig (Silt). Er erlaubt nur wenige Pflanzungen ohne dauernde Bewässerung im Winter. Im Sommer hingegen, ist er quasi ideal für Reis. Das Wasser versickert kaum und bildet in den oberen Schichten Matsch und Sumpf. Darunter bleibt es bestenfalls erdfeucht. Grundwasser findet man ab etwa 30 m Tiefe.
Angepflanzt wird vorwiegend Reis, Manjok und Zuckerrohr. Mais, meist als Zuckermais zum Verzehr angebaut, gedeiht ebenfalls gut.
Die Natur bietet sehr viele Nahrungsquellen um den Hunger der Bevölkerung zu vermeiden, aber leider auch zuwenig um einen gewissen Reichtum oder Wohlstand zu ermöglichen. Die Regierung legt die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse fest und die sind oft so niedrig, dass sich bloss die Selbstversorgung lohnt. Man hilft sich hier gegenseitig mit Gratisarbeit, damit am Schluss wenigstens ein paar Bath rausschauen.
Die Landbevölkerung isst hier neben Fröschen, Schlangen und Ratten, auch Insekten. Das Nahrungsangebot ist aber insgesammt sehr gross und abwechlungsreich. Gemüse und Früchte wachsen bei guter Pflege sehr gut.
Für Touristen sind Restaurants auf dem Land anfangs schwer zu erkennen und entsprechen vielleicht auch nicht gerade europäischen Hygienevorstellungen. Oft sind es nur notdürftig zusammengenagelte Bretterbuden am Strassenrand.
Essen sie als Tourist eher Gekochtes, Suppen, oder Gegrilltes. Da ist kaum Gefahr von Mikroben. Trinken sie Wasser oder Limonaden nur aus verschlossenen Flaschen...
Der Isaan ist relativ erdbebensicher, sind doch sowohl der pazifische Feuerring, als auch andere potentiellen Erbebengebiete oder Vulkane, recht weit weg und mit 200 m.ü. M. dürfte er auch sicher sein vor Tsunamis oder irgendwelchen Flutwellen.
Einzig die klimatische Abhängigkeit vom Monsun - dem südlichen oder westlichen, feuchten Meereswind im Sommer, macht den Isaan halt verletzlich. Ohne Monsun dürfte das Gebiet relativ rasch versteppen und vertrocknen! Eine Gefahr die bereits König Bhumipol erkannte. Er startete entsprechende Programme. Stichworte dazu: EM-1, effektive Mikroorganismen (Milchsäurebakterien und Hefepilze). Diese Mikroben wurden/werden gratis an die Bevölkerung abgegeben! Ich berichtete darüber.
Die Bevölkerung ist durchwegs gastfreundlich, streng religiös - buddhistisch und sehr genügsam. Man lebt im Isaan sehr einfach und naturverbunden.
Politisch ist man gewissen Königen verbunden (man hat die der Einfachheit halber nummeriert. King Nr. 5 und King Nr. 9 - Bhumipol - sind sehr angesehen, die anderen lässt man lieber unerwähnt) und eher nicht dem Bangkoker Establishment.
Im Isaan sind, wie in ganz Thailand, 9 Schuljahre Pflicht. Man lernt da auch mehr oder weniger erfolgreich Englisch. Die ältere Bevölkerung kann oft weder lesen noch schreiben (Thaischrift) und versteht auch keine Fremdsprachen. Jüngere lesen sowohl Thaischrift, wie auch europäische Buchstaben und verstehen (sprechen?) Englisch.
Das durchchnittliche Tageseinkommen beträgt 3 bis 400 Bath, oder pro Monat ca. 9 bis 10'000 Bath (etwa € 230.-). Es gibt kaum grössere Industrie oder Gewerbebetriebe im Isaan und die Regierung unternimmt auch nichts, daran etwas zu ändern. So ist der grösste Arbeitgeber der Staat (Verwaltung, Schulen, Polizei und Armee) und Jobs sind relativ selten.
Wer Arbeit bei Seven Eleven, Tesco Lotus, Big C oder anderen Shopping-Centern gefunden hat, ist glücklich und verdient minim mehr.
Praktisch jeder Thai hat ein Handy und eine Kreditkarte. Auf dem Konto sind aber zu über 90% nur 1 bis 4'000 Bath (ca. € 100.-). Es gibt eigentlich keine öffentliche Altersvorsorge, keine Kranken-, oder Arbeitlosenversicherung und keine Sozialfürsorge. Man bezahlt als Privatperson, ausser Mehrwertsteuer, aber auch kaum Steuern (eine kleine Abgabe auf Häusern bzw. Grundstücken).
Die Handys, Fahrzeuge und Immobilien der Bevölkerung sind fast zu 100% mit Krediten finanziert, oder laufen über langjährigen Abzahlungsverträgen. Eine Versicherung der Fahrzeuge ist zwar obligatorisch, trotzdem haben viele Thais keine...
Die Damen im Isaan sind sehr "irdisch" und meist auch körperlicher Arbeit nicht abgetan - notgedrungen! Denn oft müssen sie nicht nur sich selbst versorgen, sondern auch noch Kinder!
So wie sie Frösche ausnehmen können, können sie auch Mauersteine aus Lehm oder Kies und Zement selbst herstellen, mauern, ja ganze Häuser selbst erstellen. Thai-Männer könnten das vielleicht auch, sind aber meist etwas zu faul ...
Die "Faulheit" rührt daher, dass sich die jungen Männer sehr früh mit Handys, Rollern etc. verschulden und früh Kinder zeugen, für die sie eigentlich Unterhalt bezahlen müssten. Sobald sie also wieder einmal zu etwas "Vermögen" kämen, müssten sie erst die Schulden und Unterhaltsbeiträge abbezahlen.
Da ist der Frust und die Arbeitsscheue relativ gross. Alkohol und Drogen sind oft die Folge.
Im Elternhaus haben sie den Umgang mit Geld nie gelernt - die hatten ja auch keins und in der Schule wurde hierzu wohl nichts beigebracht. Im Gegenteil, im TV werden immer noch mehr "Kaufreize" gesendet und nur die Schönen und Reichen gezeigt. Im TV fährt man mindestens einen BMW, hat ein schickes Haus mit Garten, trägt Markenkleider und Uhren...
Wenn sie also noch eine "Survival-Dame" suchen, wissen sie zumindest wo. Vielleicht kann sie nicht so "Algebra" und "Buchhaltung", aber aus einfachsten Dingen was leckeres und nützliches zaubern.
Im Isaan dürften im Moment mehrere 10'000 Ausländer leben. In ganz Thailand sollen gemäss einem Beitrag im schweizer Fernsehen etwa 10'000 Schweizer leben. Allein in Udon Thani weiss ich von etwa 50 Schweizern. Ich selbst lebe wirklich etwas "abseits", ausserhalb eines kleinen Dörfchens, etwa 1 Fahrstunde von Udon entfernt, aber selbst in meiner näheren Umgebung (10 km), kenne ich 5 Schweizer. In meinem Dorf soll es über 20 Farangs geben, die hier ein Haus bauen liessen und die zumindest zeitweise hier sind.
Die Farangs kommen ursprünglich aus allen möglichen Ländern, vorab sicher aus Deutschland und England. Einige ziehen es vor, nur die Ferien oder den Winter hier zu verbringen und spätestens in der Regenzeit wieder in ihre Heimat zu gehen. Aber alle lösen selbstverständlich ein nicht zu verachtendes Investitionsvolumen aus...
Nun, wie kommt man jetzt als EUropäer/in noch in den Isaan - Hier heiratswillige Partner kennenzulernen, ist dann wie Wasser trinken... Alle hätten gerne einen Farang (Ausländer), selbst die Schwiegereltern...
Das gilt auch für europäische Frauen oder andere Geschlechter, alle Thailänder hätten gerne einen "reichen" Europäer/in als Sponsor.
Der Anreiz wird wohl sehr häufig das Vermögen in THB und die Sicherheit sein. - Na und? Ist das so schlimm? - Europäische Ehen basieren auf demselben Sicherheitsdenken! - Ehrlich bleiben und überlegen, bevor sie etwas anderes behaupten.
Gucken sie in folgenden Kanälen, was für Bedingungen für die Einreise gerade gelten:
Suchen sie in diesen Kanälen nach den neuesten Infos, oder fragen sie beim nächsten Thaikonsulat nach!


Kommentare