Erklärung für einen Kritiker - warum warne ich überhaupt?

Nein, ICH sage die Zukunft nicht voraus, das haben lange vor mir viele Seher getan. Der uns erste bekannte Prophet war wohl der Johannes, der das - wie es als Teil der Bibel noch heute überliefert wird - im Jahr 79 n.Chr. tat. Und um es an dieser Stelle vorweg zu nehmen - nein, die Zukunft steht fest und ändert sich nicht.

In der Zwischenzeit haben wie gesagt, viele Seher, was passieren wird, vorhergesagt. U.a. Alois Irlmaier, der auch die Zukunft vieler Einzelpersonen vorhersah. 
Die Masse der unabhängig voneinander veröffentlichten, aber sich gegenseitig bestätigenden Vorhersagen, bestätigt mittlerweile häufig deren Richtigkeit. Will heissen, wenn heute jemand eine komplett andere Prophezeiungen veröffentlicht, wird die wohl kaum eintreffen.
Ich bin also der Ansicht, die Zukunft lässt sich nicht "in andere Bahnen" steuern, auch wenn viele das gerne wollten. Was geschrieben steht, wird eintreffen. Was uns nicht bekannt ist, ist der genaue Zeitpunkt!

Man hat sie gewarnt, aber sie wollten es
nicht wahr haben und haben stattdessen
auf's Handy gekuckt...
Wenn ich also vor irgendetwas warne, das gemäss mehreren Sehern eintreffen wird, tue ich das wie ein Passagier in einem Fahrzeug, der auf die Umgebung achtet: "Achtung, da kommt eine scharfe Kurve!" - Ob sich die anderen Passagiere dann darauf vorbereiten, oder eben noch weiter heissen Kaffee in die Becher giessen, ist dann denen überlassen.

Man kann sich ja auf viele Ereignisse, die der Menschheit widerfahren werden, vorbereiten. Man kann z.B. Vorräte anlegen, oder ganz einfach auch an einen anderen Ort ziehen. Man muss nicht - man kann auch einfach warten bis es knallt.

Wenn man später erzählen kann - ich wurde vor etwas gewarnt, bin weggezogen, eingetroffen ist das Unglück jedoch nie, aber ich wurde hier auch glücklich - ist dabei eine Option. Vielleicht gar nicht die schlechteste. Aber später zugeben zu müssen - ich wurde schon gewarnt, hab's aber nicht geglaubt - ist wohl die schlechteste.

Statt sein Geld anders anzulegen, kann man die Warnungen von Sehern und Finanzexperten schon in den Wind schlagen. Es geht ja nicht viel kaputt! - Ist nur Geld, keine Menschenleben!
Es ist vielleicht zu vergleichen mit dem Navigationssystem im Auto. Ich meine, es ist noch verständlich, dass sie einem Einzelnen, der ihnen winkend entgegenläuft und sagt - da vorn die Brücke, die ist weg! - nicht so richtig glauben. Wenn mehrere Leute kommen, glauben sie es vielleicht eher und wenn gar ihr Navigationsgerät sagt, dass sie wenden sollen... - Schon komisch, dass sie einer Maschine mehr vertrauen als ihren Mitmenschen.

Einige Dinge kritisiere ich, da ich der Meinung bin, dass ensprechende Demonstrationen oder öffentliche Meinungskundgebungen den Mitmenschen psychisch gut tun würden. Wenn man merkt, dass es noch andere gibt, die so denken, fühlt man sich doch sofort weniger allein...

Nun, sehr geehrter Kritiker, überleg mal was wohl sinnvoller ist. Die Meinung und den "eingeschlagenen Kurs" aufgrund einer Warnung einmal zuviel zu ändern, oder einmal zuwenig?
Aufgrund des Wetterberichts einmal nicht auf's Meer zu fahren, auch wenn sich diese Wettervorhersage später als nicht zutreffend erweist?
Und ob es sinnvoller ist Klopapier zu kaufen, einfach weil andere das auch tun, oder sein Geld in Gold umzuwandeln, weil mehrere Finanzexperten einem das anraten. Sein Haus in ein Bergsturz gefährdetes Gebiet zu bauen, weil ein Bauunternehmer da noch Land hat und auf die zeitlich nicht näher begründete Bergsturzgefahr zu "pfeiffen"?

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