Enten-Test mit Saskia Esken
"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
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| Antifaschistin Saksia Esken |
In Deutschland hat man politisch wieder die Orientierung verloren. Man rüstet auf, sieht in Russland den Erzfeind, will wieder stärkste Militärmacht in Europa werden, zensiert auf Teufel komm raus, strebt ein Verbot der Opposition an, hält sich als Gesellschaft aber insgesamt für weitgehend immun, die bereits gemachten Fehler der eigenen Geschichte zu wiederholen. Der Kampf gegen Rechts läuft.
Eine, die diese typisch deutsche Orientierungslosigkeit in diesen Tagen öffentlich vorführt, ist die SPD-Politikerin Saskia Esken. Sie forderte zu einem Werbeboykott gegen den Podcaster Ben Berndt und seinen Podcast "Ungeskriptet" auf. Der Grund: Ben Berndt spricht mit den falschen Leuten. Unter anderem mit Björn Höcke, Vorsitzender der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag.
Dafür muss Berndt bestraft werden, findet Esken. Seine wirtschaftliche Existenz muss vernichtet werden – das ist das Mindeste. Esken reiht sich damit in die Reihe "unserer Demokraten" ein, die alles, was nicht ihrer Meinung entspricht und von den vorgegebenen Narrativen abweicht, zensieren, verbieten und unterdrücken wollen. In der EU werden Journalisten und Publizisten sanktioniert, die eine andere Meinung als die von Brüssel vorgegebene vertreten – an aller Rechtsstaatlichkeit vorbei, versteht sich. In Deutschland hat sich ein System der Schikanen etabliert, mit denen kritische Journalisten auf Linie gezwungen werden sollen. Sie bekommen ihre Bankkonten gekündigt und werden so wirtschaftlich unter Druck gesetzt. Auch jenseits der Rechtsstaatlichkeit – "unsere Demokratie" eben. Auf die Solidarität ihrer Mainstream-Kollegen können sie dabei nicht hoffen.
Ziel all der Maßnahmen ist es, kritische Geister wirtschaftlich und sozial zu vernichten. Saskia Esken fordert, dies müsse nun auch mit Ben Berndt geschehen, denn er hat jemandem eine Bühne gegeben, dem man Eskens Auffassung zu Folge keine Bühne geben darf. Wie das in unserer Demokratie eben so ist.
Eskens totalitäre Anwandlungen sind allerdings keine neue Erscheinung. Bereits zu Corona-Zeiten teilte die SPD-Politikerin gegen Maßnahmen-Kritiker aus und beschimpfte sie als "Covidioten". Auf den Vorwurf, sie würde sich faschistischer Methoden bedienen, reagiert Esken pikiert.
Auf Instagram schrieb sie:
"Der Faschismusvorwurf an mich als erklärte Antifaschistin ist einfach nur absurd."
Saskia Esken und vielen anderen in Deutschland sei zur Überprüfung ihrer Selbstwahrnehmung als "Antifaschisten" der Enten-Test empfohlen: Wenn es aussieht wie eine Ente, wenn es watschelt wie eine Ente und wenn es quakt wie eine Ente – dann ist es eine Ente. Dieser Test lässt sich eins zu eins in einen Faschisten-Test umfunktionieren. Wer nach Zensur und Repression schreit, wer andere verunglimpft, ihnen das Recht auf freie Meinungsäußerung abspricht, sich umringt von Feinden sieht, Hass sät und ausgrenzt – nun, der ist eben auch eine Ente.

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