Berndeutscher Dialekt - "Totsch"

Berndeutsch ist ein sehr schöner und bildhafter Dialekt, bei dem man den Sinn der Worte spürt. In einer lockeren Folge will ich einige Ausdrücke erklären.

So steht es bei Google

"Totsch" ist ein berndeutscher Begriff für eine unbeholfene, einfältige oder plumpe weibliche Person. Es handelt sich um ein Dialektwort, das oft im Sinne von "Trampeltier" oder "Dummkopf" verwendet wird und eine Person beschreibt, die sich ungeschickt verhält.

Ursprung: Das Wort hat einen lautmalerischen Ursprung und ist eng verwandt mit Begriffen, die ein "hartes Aufschlagen" (tütsche) beschreiben. Es gehört zur Wortfamilie von „Tütschi“ (Holzklotz) und wird oft für plumpe, unförmige Personen verwendet.

Variante: Eine Verkleinerungsform ist „Totschli“ oder „Tötschli“, was einen kleinen, unbeholfenen Menschen bezeichnet.

Andere Verwendungen:
Literatur: „Totsch“ ist der Titel eines Jugendbuchs von [Sunil Mann], in dem der Protagonist sich oft als „Totsch“ fühlt.
Familienname: „Totsch“ ist auch ein Familienname, der historisch vor allem in den USA (Illinois) vertreten war.
Sport: Sean Totsch ist ein bekannter Fußballspieler, der in der USL Championship aktiv ist.

Ähnliche Ausdrücke:
Gwaggli (schweizerdeutsch für einen tollpatschigen Menschen).


Welche Betrüger-Kartelle?



Corona-Hilfen-Beschiss in Spanien: So versickerten noch mehr EU-Milliarden

"Unter dem Schock der Lockdown-Folgen und mit der Furcht, dass ganze Wirtschaftsbranchen vor dem Kollaps stehen könnten, beschloss die EU im Sommer 2020, erstmals Gemeinschaftsschulden aufzunehmen, um die Union mit Geld zu fluten. Jetzt, fast sechs Jahre später, ist klar: Ein großer Teil des EU-Geldes versickerte.

Erst vor wenigen Tagen kritisierten europäische Rechnungsprüfer die EU-Kommission scharf: 
Tausende Empfänger der Gelder, darunter zahlreiche Unternehmen oder große Konsortien, seien nicht identifiziert.
Folge: Ohne diese Informationen könne man „nicht beurteilen, ob die Mittel fair verteilt werden (…) und ob EU-Gelder einen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger bringen“.

Die Europäische Staatsanwaltschaft untersucht aktuell 518 (!) mögliche Betrugsfälle. Geschätzter Schaden bislang: 5,08 Milliarden Euro. (...)

Hinzu kamen internationale Betrügerkartelle, an denen auch Albaner, Rumänen und Deutsche beteiligt waren. Sie erschlichen sich EU-Hilfen mithilfe gefälschter Bilanzen von Scheinfirmen. Als der Betrug aufflog, war ein großer Teil des Geldes bereits ins Ausland transferiert. Villen, Luxuskarossen und andere Objekte im Wert von 600 Millionen Euro konnten die Ermittler noch sicherstellen. (...)

Der Betrug mit EU-Geldern hat in Griechenland zuletzt solche Ausmaße angenommen, dass die Regierung die für die Vergabe der Mittel zuständige Behörde auflöste. Grund war, dass hohe Beamte nicht etwa übers Ohr gehauen wurden, sondern Teil des Systems waren und selbst die Hand aufhielten.  

Ermittlungen des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung ergaben: Die korrupten Staatsdiener genehmigten reihenweise Hilfen für Getreideflächen mitten im Wald, schauten weg, wenn die Antragsteller längst tot waren oder wenn vollkommen abstruse Angaben zu Tierbeständen gemacht wurden. (...)

Die EU-Kommission ließ am Dienstag offen, ob das zweckentfremdete Geld aus Spanien zurückgefordert wird. Zwar sei die Zahlung von Renten selbstverständlich „nicht förderfähig“. Aber, so eine Sprecherin zu BILD: Einen Teil der aus den ARF-Auszahlungen stammenden Liquidität könnten Mitgliedstaaten „zur vorübergehenden Deckung anderer Haushaltsausgaben verwenden“...."





Ohhhh, sorry! - Da sind wohl beim Veröffentlichen zwei Beiträge durcheinander gerutscht...

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