Triage“-Szenario naht: Das wahre Ausmaß der deutschen Kerosin-Krise



"Flugbenzin wird knapp. Die Reisebranche fürchtet die Rationierung mitten in der Urlaubssaison. Auch Lieferketten sind in Gefahr.

Nach Mallorca nur mit der Fähre? Antalya auf dem Landweg ansteuern? Seychellen-Urlaub ade? Kurz vor dem Sommerurlaub droht den deutschen Ferienfliegern das Flugbenzin auszugehen.

Am Donnerstag hatte der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, erstmals Alarm geschlagen: „Mehrere europäische Länder könnten in den kommenden sechs Wochen einer beginnenden Knappheit von Kerosin gegenüberstehen“, sagte er.

Die letzten Tanker mit Rohöl und Kraftstoff sind Mitte April aus dem Persischen Golf in Europa eingetroffen. Seither gibt es von dort keinen Nachschub mehr.

Doch der Blick auf die Versorgungslage hatte schon zu Beginn einen großen blinden Fleck: Bei Flugbenzin liegt die Abhängigkeit von den Golfstaaten bei über 50 Prozent. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran und die USA trifft die europäischen Verbraucher und Unternehmen zuerst an den Flughäfen – und dort mit massiven Folgen.

Offen ist derzeit auch, ob alle Reeder und Versicherungsagenturen das Risiko der Durchfahrt tragen wollen. Selbst wenn irgendwann wieder Schiffe fahren, dürfte die Menge an Flugbenzin und anderen Raffinerie-Produkten aus der Region gering bleiben.

„Eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau wird nach aktuellen Einschätzungen der IEA nicht kurzfristig erwartet“, sagte ein Sprecher des Bundesverbandes der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL): „Vielmehr könnte es bis zu zwei Jahre dauern.“

Der mit 31 Prozent Anteil wichtigste Kerosin-Lieferant Europas, Kuwait, ist bei einer Blockade der Straße von Hormus vollkommen vom Weltmarkt abgeschnitten, ebenso wie die Emirate und Saudi-Arabien, die bislang zusammen auf weitere 20 Prozent Anteil kamen.

Der Iran-Krieg könnte Millionen von Urlaubsplänen zunichtemachen. Nach den Berechnungen des unabhängigen Luftfahrt-Experten Heinrich Großbongardt droht Europa im Sommer ein Kerosin-Defizit von 90.000 bis 100.000 Tonnen pro Tag, was 20.000 Mallorca-Flügen im Airbus A320 entspreche.

Jetzt heißt die Zwickmühle: Flugbenzin, das dem zivilen und militärischen Frachtverkehr zur Verfügung gestellt wird, muss man womöglich den Ferienfliegern wegnehmen.

Die Luftfrachtunternehmen fordern eine bevorzugte Belieferung, sollte es zur Notlage kommen. „Im Falle einer kerosinseitigen Ressourcenknappheit ist eine priorisierte Versorgung der Luftfrachtlogistik ökonomisch zwingend“, sagt Christopher Stoller, Präsident des Aircargo Club Deutschland (ACD). „Der Luftfrachtsektor fungiert als kritisches Rückgrat globaler Lieferketten und industrieller Wertschöpfung. Die Sicherstellung wirtschaftlicher Stabilität muss primäre Zielgröße sein.“

Ob die Vorräte halten, bis solche regulatorischen Fragen geklärt sind, ist ungewiss. Die Kerosin-Reserve, die in Deutschland vom Hamburger Erdölbevorratungsverband (EBV) im Auftrag der Bundesregierung verwaltet wird, hat nur eine Reichweite von 40 Tagen. Ob das über den Sommer reicht, weiß niemand..."




Anmerkung: Was uns da der jüdische Messiasverkünder und der Cowboy einbrockt, geht wohl weit über die Reisebranche hinaus! Oder was glauben sie, wie der ganze "Mercosur-Food" nach Europa kommt - mit dem Ruderboot?
Fleisch, Früchte und viele andere Frischwaren werden nach dem Willen von vdL, ganz umweltfreundlich per Luftfracht um die Welt geflogen, und gleichzeitig schafft man es die heimische Landwirtschaft zu "versenken". Billy und die restliche Elite wissen es zu schätzen...


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