Die nationale Front ist unsere Demokratie

Das ist nicht was sie vielleicht denken, auch wenn es furchtbar rechtsextrem tönt! Faschistisch ist es schon, auch wenn einige das wieder gar nicht gerne hören.

Die Organisation stammt aus der früheren DDR, auch wenn einzelne Begriffe heute wieder Tagesaktualität erlangt haben. - Zufall? 
Ersetzen sie "die nationale Front" einfach mit "unsere Demokratie" und sie verstehen was ich meine!


Text vom Museum die runde Ecke in Leipzig

Die Nationale Front der DDR (NF)

Die Nationale Front (NF) war eine Sammlungsbewegung aller Parteien, Massenorganisationen und Verbände in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), die sich unter der Führung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zusammenschlossen und als politische Institution aktiv auf gesellschaftspolitische Prozesse Einfluss nehmen sollten. Neben der SED (heute die Linke) gehörten der NF beispielsweise auch an:

Blockparteien:

- Christlich-Demokratische Union Deutschlands (CDU)
- Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD) (wäre heute wohl die FDP)
- National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD)
- Demokratische Bauernpartei Deutschlands (DBD)

Massenorganisationen:

- Freier Deutscher Gewerkschaftsbund (FDGB)
- Freie Deutsche Jugend (FDJ)
- Demokratischer Frauenbund Deutschlands (DFD)
- Kulturbund der DDR (KB)
- Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe (VdgB)

Bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1945 formierte sich ein Vorläufer der Nationalen Front, der Antifa-Block (auch Demokratischer Block). Der konkrete Ursprung jedoch lag in der so genannten "Volkskongressbewegung", die 1947 von der SED initiiert worden war, um eine gesamtdeutsche Staatsgründung vorzubereiten. Mit der Gründung der DDR am 7. Oktober 1949 ging auch die Bildung der NF einher. An diesem Tag fasste der "Deutsche Volksrat" u.a. den Beschluss, auf der programmatischen Grundlage der vom SED-Parteivorstand am 4. Oktober 1949 angenommenen Entschliessung über "Die Nationale Front des Demokratischen Deutschland und die Sozialistische Einheitspartei" die NF zu bilden, die als Bindeglied zwischen Staat und Gesellschaft wirken sollte. Sie war dabei ursprünglich als gesamtdeutsche Bewegung zur "Rettung der Deutschen Nation" konzipiert, der jede Partei, Organisation, Persönlichkeit in Ost und West unbeschadet ihrer politischen, ökonomischen und weltanschaulichen Prinzipien beitreten konnte.

Innerhalb der Nationalen Front wurden Landesausschüsse gebildet die Vertreter für einen "Nationalrat" aussandten, der sich am 3. Februar 1950 in Berlin (Ost) als repräsentatives Zentralorgan der NF konstituierte. Mit der Gründung des Rates ging auch die Bildung eines Sekretariats, kurze Zeit später eines Büros des Präsidiums einher. In dem Büro, ab 1965 wieder als Sekretariat geführt, arbeiteten unter der Leitung eines Vorsitzenden, Mitglieder aller Parteien. Die NF war nach dem Territorialprinzip aufgebaut. Höchstes Organ war der Kongress, der den Nationalrat, das Präsidium, den Präsidenten und Vizepräsidenten wählte. Der letzte Kongress fand 1969 statt, seit den 1970er Jahren amtierte dann der Nationalrat als höchstes Organ. Da nun die Funktion der ordentlichen Wahl weggefallen war, wurden personelle Ergänzungen durch Delegierungen vorgenommen. Nur noch in den Bezirks-, Kreis- sowie örtlichen Ausschüssen wurde auf regionalen Konferenzen gewählt, aber auch hier delegierten die Parteien und Massenorganisationen weitere Vertreter in die Ausschüsse.

Im Jahr 1973 erfolgten zwei Umbenennungen. Die "Nationale Front des Demokratischen Deutschland" wurde in "Nationale Front der DDR" umbenannt und aus dem "Deutschen Nationalrat" wurde der "Nationalrat der Nationalen Front der DDR".

Seit der Gründung der DDR verlor die Organisation der Nationalen Front von politischer Seite zunehmend an Bedeutung. Während sie in den 1950er Jahren noch zu allen wichtigen nationalen und internationalen Entwicklungen Stellung bezog, verschob sich ihre Zielsetzung zugunsten innenpolitischer Stabilisierung und verlor nach dem Mauerbau gänzlich an Bedeutung. Alle wichtigen Positionen waren mit SED-Funktionären besetzt und diese setzten selbstverständlich die Politik der SED durch. Seitdem bestand die hauptsächliche Bedeutung der Nationalen Front in der Organisation der Wahlen, bei denen es keine verschiedenen Listen gab, sondern nur die "Einheitsliste" der NF, die in der Regel im Block gewählt wurde. Zusätzlich wurde ihr die Rolle eines wichtigen Bindegliedes zwischen Staat und Gesellschaft zugewiesen. So war die NF u.a. Träger des kommunalen Wettbewerbs "Schöner unsere Städte und Gemeinden - Mach mit!" und des Wettbewerbs um die "Goldene Hausnummer". Ziel all dieser Aktivitäten war es, Bevölkerungsteile zu erreichen, die nicht in die bestehenden Strukturen wie Parteien oder Massenorganisationen eingebunden waren und sie für den Aufbau des Sozialismus zu mobilisieren.

Die "Wende" in der DDR zog auch die Auflösung der Nationalen Front nach sich. Die Bemühungen sie in eine ?"Nationale Bürgerbewegung" umzuwandeln scheiterten kläglich, da die oppositionelle Bürgerrechtsbewegung und die neu gebildeten Parteien es ablehnten, mit einer Nachfolgeorganisation der NF zusammen zu arbeiten. Somit löste sie sich bis April 1990 vollends auf. Die finanziellen und materiellen Mittel sowie Liegenschaften etc. wurden von der "Unabhängigen Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien und Massenorganisationen" überprüft und dem "Direktorat Sondervermögen" der Treuhandanstalt unterstellt.


Auf obigen Text bezieht sich Stefan Homburg auf X:

"In der DDR umfasste die „Nationale Front” fünf Parteien wie CDU oder LDPD unter Führung der SED. Andere Parteien waren verboten.

Dieser Totalitarismus kehrt zurück. Die Nationale Front heißt nunmehr „Unsere Demokratie”.

Hintergrund: Der von politischen Gegnern und Justiz abgelehnte Kandidat ist Beamter auf Lebenszeit, also kein Verfassungsfeind (Homburg bezieht sich auf die OB-Wahl in Ludwigshafen).
Er wurde kürzlich auch problemlos zu einer Landratswahl zugelassen. In Ludwigshafen schloss man ihn aus, weil sein Wahlsieg möglich erschien. Der VS hatte abermals nur ein lächerliches Kontaktschuldpapier geliefert.

Dieser schlimme Vorgang ergänzt das Bild aus dem Bundestag: Die AfD darf einziehen, solange sie keine Gefahr darstellt, erhält aber keine Ausschussvorsitze usw. Bei Umfragewerten über 50%, käme das Verbot wohl sehr rasch.“

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