Globus, ein schweizer Geschäft speziell für... äh... wen?

Ich bekomme CHF 1'900.- Altersrente. Wenn ich
die Miete für die 1-Zimmerwohnung und die
Krankenkasse bezahlt habe, könnte ich mir beim
Globus nicht mal jeden Tag ein Stück Melone
leisten! - Soviel zu die Schweizer sind halt reich.


Die Preise sind ambitioniert, das Personal korrekt, aber distanziert. Kaviar wird teurer als Edelmetall gehandelt, Zitronen kosten ein Vielfaches des Marktpreises, und wer sein Curry im Haus konsumieren möchte, zahlt einen Zuschlag: 10 Euro.

Der Besuch zeigt: Globus bleibt seiner Linie treu – hochpreisig, exklusiv, und dabei zunehmend weltfremd.
Der Schweizer Kunde zahlt mit stoischer Gelassenheit – vorerst.


Während die Kunden immer häufiger ausbleiben, verkommt das einstige Vorzeigehaus zur Karikatur seiner selbst. Die Gebäude in Bern und Basel stehen zum Verkauf, auch der Zürcher Flagship-Store am Löwenplatz wackelt.

500 ml Molkegetränk CHF 4.-

René Benko, Mitbesitzer der Globus-Häuser, sitzt in Untersuchungshaft. Die Central Group aus Thailand hat mittlerweile das Ruder übernommen und ihren Sanierer aus Mailand geschickt – mit offenbar überschaubarem Erfolg.

1 kg Rindfleisch CHF 100.-

Vielleicht ist es schlicht das Ende einer Ära. Die teuerste Wassermelone im Untergeschoss – einst für 101.50 Franken verkauft – könnte als Symbol dafür stehen: Globus, einst Ikone des gehobenen Konsums, hat den Bezug zur Realität verloren.Ja, richtig gelesen: Ein 500-ml-Getränk auf Molkebasis für über vier Euro – und das gleich gegenüber, im normalen Lebensmittelladen, für gerade einmal einen Franken.

In Euro wär's einfach 6% mehr.


Ein paar Früchte?

1 kg Zitronen 10.-


Ein Melonenschnitz CHF 10.-



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