Der grosse Eunuch Zheng He... oder wussten sie das schon?
Eigentlich ein Kind aus einfachen Verhältnissen, schaffte er es in China zum Admiral. Er befehligte zwischen 1405 und 1433 im Auftrag des Kaisers eine ansehnliche Flotte von - für die damalige Zeit - riesigen Schiffen auf insgesamt 7 Exkursionen.
Die Schiffe sollen, je nach Quelle, bis 138 m lang gewesen sein und bis 9 Masten gehabt haben. Mag sein, dass da in den Aufzeichnungen etwas übertrieben wurde, aber jedenfalls müssen die Schiffe aussergewöhnlich und sehr beeindruckend gewesen sein.
Er liess die Küsten von Burma (Myanmar), Sri Lanka, Indien, Pakistan, Oman, Jemen, Somalia... auskundschaften und soll gute Kontakte nach Mogadishu, Aden, Hormuz und insbesondere Kalkutta geknüpft haben.
Die Schiffe der Chinesen machten überall wo sie auftauchten, grossen Eindruck. Sie waren eindeutig viel grösser als die europäischen und offenkundig hielten sie diversen Stürmen stand. Ja es ist sogar zu vermuten, dass sie durch ihre Besegelung auch leistungsstärker waren als viele europäische Konstruktionen, die eigentlich kaum mehr als in Windrichtung treiben konnten. In den Berichten über Zheng He's Schiffe wird gesagt, dass die ähnlich Dschunken, sogar gegen den Wind kreuzen konnten.
So plant und baut man an der Strasse Richtung Indien, aber auch an der Richtung Tatschikistan (Seidenstrasse, nördlich des Himalaya), ist sehr an der Kanalverbindung durch Süd-Thailand (Golf von Thailand - Andaman-See) interessiert, "schenkt" Thailand dafür das Know-How für eine Hochgeschwindigkeitsbahn - die man gleich selbst baut - von China bis Singapur - und schon kauft Thailand dafür 3 U-Boote. Stückpreis 11.25 Mrd. Bath (290.7 Mio. €).
-> der Golf von Thailand ist aber kaum 20 - 30 m tief! Der Zipfel gegen Bangkok gar keine 10 m! Selbst in der Andaman-See, also auf der Seite Phukets, gibt es nur wenige Stellen, wo das Wasser tiefer als 50 m ist. Viele Gebiete sind da für U-Boote gar nicht zu erreichen, weil die Wassertiefe zwischen 3 und 5 m beträgt! - Klicken sie in Googel-Earth einen Punkt im Meer an und die ungefähre Tiefe wird angezeigt. - Also erkläre mir doch mal jemand, wo die Dinger auch tatsächlich tauchen könnten.
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| Im Vordergrund ein europäisches Handels- schiff aus der damaligen Zeit. |
Es waren die ersten Schiffe mit Schotten, also abtrennbaren, wasserdichten "Abteilen". Neben der Mannschaft - offenbar mehrere Hundert pro Schiff, hatte man Platz für Vieh als lebenden Vorrat, hielt sich Hühner wegen der Eier, pflanzte Gemüse und Beeren...
Alles Lösungen für Probleme, die damals den Europäern noch gar nicht bekannt waren. Die ersten Schott-Wände baute man in Europa 1836 (Radfregatte Guadeloupe) ein. Vasco da Gama verlor auf einem seiner Schiffe (1497) noch 100 von 160 Mann Besatzung durch Skorbut. Captain James Cook erwähnte ca. 1770, dass Frischfleisch von Seelöwen dagegen helfen solle. Die englische Marine empfahl aber erst 1795 die Abgabe von Zitrusfrüchten an die Besatzung.
Zheng He führte die Flotte jeweils südwärts, quasi um Malaysia herum, erkundete aber auch Richtung Australien weiter und strebte dann gegen Westen.
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| "Nachbau" eines "Zheng He" Schiffs |
Ziel war neue Handelspartner zu finden und die gleich etwas von der absoluten Überlegenheit Chinas zu überzeugen.
Das bedeutete, dass die neuen Handelspartner auch gleich einen Obulus für das grosszügige "Handelsangebot" zu entrichten hatten und wer das nicht wollte, wurde halt mit etwas Nachdruck überzeugt.
Man hatte zwar Kanonen, die man auch zu nutzen wusste, im Grossen und Ganzen lief aber alles friedlich ab.
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| Versuche sie mit sowas mal gegen den Wind zu kreuzen... (Nachbau der Santa Maria, 1492!) |
Da steht nicht wie bei Kolumbus - 50 Jahre später - man hätte auf geeigneten Wind warten müssen - oder wie er in sein Logbuch schrieb "Sie ist ein sehr schwerfälliges Schiff und für Entdeckungsreisen schlicht ungeeignet."
Zheng He's Schiffe waren vielleicht nicht schneller, aber durch die Möglichkeit auch etwas gegen die Windrichtung segeln zu können, hatten sie ein viel grösseres Potential.
Kolumbus hatte neben der schwerfälligen Santa Maria noch 2 kleinere Karavellen mit Lateinerbesegelung, die das offenbar auch zustande brachten.
Und auch die Taktik der Chinesen war der der Europäer weit überlegen. Während die sich noch hunderte Jahre lang die Köppe klein schlugen, um ein Land einzunehmen, trieben die Chinesen einfach Handel. Sie holten aus den entsprechenden Ländern alles was sie wollten, liessen sich für ihre Handelsangebote sogar bezahlen und hätten, wenn nicht dümmere Kaiser zuhause an die Macht gekommen wären, schon damals diese "Handelspartner" in die totale Abhängigkeit geführt.
Genau so wie sie das heute machen. So eine Flotte ist selbstverständlich nicht mehr zeitgemäss, die Interessen und Absichten sind aber dieselben geblieben. Heute baut man Strassen, damit Handel getrieben werden kann. Die nennt man dann Seidenstrasse, weil Seide da eigentlich nicht transportiert wird. Oder man baut Eisenbahnlinien.
China macht das unter dem Titel "Entwicklungshilfe" und stellt sein Know-How zur Verfügung. - Selbstverständlich bezahlen die so "beschenkten" Länder alles (oder Deutschland hilft... wie ich berichtet habe).
Genau wie damals mit den Schiffen, erhoffen sich die Besuchten gute Handelsbeziehungen und liefern China alles was es sich wünscht. Damals waren es Gold, Gewürze, Weihrauch, Edelsteine..., heute eher Kohle, Öl, seltene Erden, gewisse Metalle...
Ja man spricht von kulturellem Austausch, meint aber wohl eher Know-How und Spitzentechnologie.
Im Gegenzug wird man dafür mit Billigprodukten überschwemmt, die eigene Wirtschaft nimmt immer mehr Schaden, und in der Folge die Kredite der Chinesen gerne an. Schlussendlich übernimmt eine chinesische Gesellschaft...
Das Ganze dauert zwar etwas, aber kein einziger Schuss ist gefallen und China hat trotzdem alles was es wollte.
Nur so am Rande, die 50 grössten deutschen Firmen, die schon mal in chinesischen Besitz übergingen - Stand September 2020 - insgesamt waren es vor einem Jahr 274. Interessant ist dabei, dass nur 3 % Handelsunternehmen sind, 20 % Dienstleistungsunternehmen, aber 77 % einen industriellen Schwerpunkt haben. 17 der 274 Firmen gelten dabei als Weltmarktführer:
KUKA Aktiengesellschaft
Grammer AG
MEDION AG
Lenovo (Deutschland) Gmbh
SEG Automotive Germany Gmbh
Pirelli Deutschland GmbH
KraussMaffei Group Gmbh
STILL Gmbh
Linde Material Handling Gmbh
Sanhua AWECO Appliance Systems GmbH
ista Deutschland Gmbh
TOM TAILOR Holding SE
Kiekert Aktiengesellschaft
LEDVANCE Gmbh
Putzmeister Holding Gmbh
Stern Auto Gmbh
Scholz Holding Gmbh
Erndtebrücker Eisenwerk Gmbh & Co. KG
EEW Group
LSG Lufthansa Service Holding AG
KSM Castings Group Gmbh
Baosteel Europe Gmbh
Baosteel Tailored Blanks Gmbh
Motorola Solutions Germany Gmbh
Steigenberger Hotels AG
Preh Gmbh
SHARP Electronics (Europe) G.m.b.H.
Ingram Micro Distribution Gmbh
Biotest Aktiengesellschaft
EEW Energy from Waste Gmbh
HIB Trim Part Solutions Gmbh
Syngenta Agro Gmbh
CQLT SaarGummi Deutschland Gmbh
SAM automotive Gmbh
apt Sedant Holding Gmbh
AMK Arnold Müller Gmbh & Co.
KG SCHWING Gmbh
Matratzen Concord Gmbh
Miles Gmbh
Greenland Seafood Europe Gmbh
ASM Assembly Systems Gmbh & Co. KG
Driver Reifen und KFZ-Technik Gmbh
NBHX Tdm Gmbh
Esprit Europe Gmbh
COMPO GmbH
CORDENKA Gmbh & Co. KG
Hilite Germany Gmbh
Orient Overseas Container Line Ltd. Zweigniederlassung Deutschland
Dürrkopp Adler AG
So plant und baut man an der Strasse Richtung Indien, aber auch an der Richtung Tatschikistan (Seidenstrasse, nördlich des Himalaya), ist sehr an der Kanalverbindung durch Süd-Thailand (Golf von Thailand - Andaman-See) interessiert, "schenkt" Thailand dafür das Know-How für eine Hochgeschwindigkeitsbahn - die man gleich selbst baut - von China bis Singapur - und schon kauft Thailand dafür 3 U-Boote. Stückpreis 11.25 Mrd. Bath (290.7 Mio. €).
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| Staubt es schon bald, wenn diese Quirls versuchen von Bangkok über Singapur nach Phuket zu kommen? |
Links sehen sie die diversen Routen, die von China geplant sind.
Nicht enthalten ist dabei diejenige von China nach Indien und obige Eisenbahnlinie in den Süden.
Die Seidenstrasse über Tatschikistan in den Westen (Afghanistan, Iran, Irak, Türkei... ich schrieb darüber) bekam gerade eben durch den Abzug der USA aus Afghanistan enorme "Nachilfe".






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