Ja, während Deutschland ein Nichts zum Angriff aufbläst, soll Russland schön die andere Wange hinhalten. Und sich dann auch noch vorwerfen lassen, am ganzen Schlamassel schuld zu sein. Wadephul jedenfalls zeigt mit seinem Bedauern zu den Goethe-Instituten vor allem eines – Arroganz. Überreste der Elbbrücke Dömitz, 1985 Von Dagmar Henn Das Bedauern von Außenminister Johann Wadephul über die angekündigte Schließung des Goethe-Instituts in Russland ist gleich auf mehrfache Weise komisch. Das fängt schon einmal mit dem Ort der Veranstaltung an. Weimar, das der Namensgeber des sogenannten "Weimarer Dreiecks" ist, das aus Frankreich, Deutschland und Polen besteht, war gerade zur Zeit Goethes besonders eng mit Russland verbunden – 1804 ehelichte Maria Pawlowna, die Tochter des russischen Zaren Paul I., den Weimarer Erbprinzen Carl Friedrich, was die Finanzen des kleinen Herzogtums deutlich verbesserte. Später wurde eben diese Maria Pawlowna eine enge Freundin des Dichters. So ist de...